Dissertation Innere Medizin In Frage

Mit Abschluss des Medizinstudiums darf sich der bisherige Medizinstudent als „Ärztin” oder “Arzt” bezeichnen. Um auch den akademischen Titel „Dr. med“ zu tragen, müsst ihr eine medizinische Doktorarbeit schreiben, auch Dissertation Medizin oder Doktorarbeit Medizin genannt.

Der folgende Artikel zur medizinischen Doktorarbeit befasst sich mit diesen Inhalten:

Die 4 Typen der medizinischen Doktorarbeit

Bevor man mit dem Verfassen der Doktorarbeit Medizin beginnt, gilt es zunächst ein passendes Thema zu finden. Die Themen lassen sich dabei in verschiedene Arten oder Typen einordnen. Insgesamt gibt es vier verschiedene Arten der medizinischen Doktorarbeit.

Experimentelle Doktorarbeit

Die experimentelle Doktorarbeit ist die aufwändigste Form der medizinischen Doktorarbeit. Oftmals werden ein bis zwei Semester länger benötigt. Dennoch macht es Sinn, eine Dissertation in diesem Bereich durchzuführen, wenn man eine spätere Laufbahn an einer Universität oder das Arbeiten in der Forschung anstrebt. Dann ist es die beste Option eine experimentelle Doktorarbeit zu verfassen.

Bei der experimentellen Doktorarbeit wird viel Zeit im Labor verbracht. Es werden Grundlagenforschung und Experimente durchgeführt. Als Basis für die Experimente dienen Zellkulturen oder menschliches Gewebe wie Tumormaterial und (leider) auch Tiere. Dabei werden selbst Daten erhoben, die Arbeiten sind also prospektiv. Gute analytische Auffassungsgabe, Experimentierfreude und Durchhaltevermögen sind Fähigkeiten, die hier gefragt sind. Es kann nämlich häufiger zu Durststrecken kommen, in denen man festhängt und mit den Experimenten nicht vorankommt. Daher ist auch der zeitliche Aufwand so hoch und man sollte insgesamt mit 2-3 Jahren rechnen.

Klinische Doktorarbeit

Bei einer klinischen Studie geht man einer Fragestellung nach und erhebt die Daten direkt selbst aktiv am Patienten (prospektive Studie) oder erhebt Daten aus bestehenden Patientenakten aus der Vergangenheit (retrospektive Studie). Bei der aktiven Erhebung von Patientendaten können zum Beispiel Daten wie EKG, Blutwerte oder Blutdruck abgefragt werden oder subjektive Fragen durch Patienten mittels Fragebögen beantwortet werden. Der Vorteil einer aktiven Studie ist der direkte Patientenkontakt, der vielen besser gefällt als das einsame Studieren von Patientenakten. Man nimmt aktiv am Klinikalltag teil, sammelt praktische Erfahrungen und lernt neue Untersuchungstechniken kennen.

Wie bei der experimentellen Doktorarbeit gilt, dass die klinische Studie viel Zeit braucht, in der Regel auch zwei bis drei Jahre. Neben der hohen Arbeitsintensität ist auch zeitliche Flexibilität gefragt, oftmals sind für Datenerhebungen auch Wochenenden zu opfern.

Statistische Doktorarbeit Medizin

Bei einer statistischen Doktorarbeit werden Daten analysiert, die nicht selbst erhoben werden müssen, sondern die bereits zuvor durch Kliniken oder Studien erhoben wurden. Diese werden im Rahmen der statistischen medizinischen Doktorarbeit analysiert und mit Informationen aus der medizinischen Literatur verglichen und angereichert. So wertet man zum Beispiel Daten von Patienten mit einer bestimmten Krankheit in einem bestimmten Zeitraum aus und beantwortet festgelegte Fragestellungen nach bestimmte Kriterien.

Der Vorteil der statistischen Doktorarbeit liegt auf der Hand: da alle Daten bereits erhoben wurden, können Wartezeit oder Ausfallzeiten reduziert werden. Man muss keine Zeit opfern für aufwändige Experimente und man muss auch nicht aktiv Patientendaten erheben. Genau darin liegt jedoch auch der Nachteil: die statistische Doktorarbeit wird von vielen oftmals als langatmig empfunden und man verbringt viel Zeit alleine mit Lesen und Analysieren der Daten und Literatur.

Theoretische Doktorarbeit (Literaturarbeit)

Wie es der Name schon sagt, wird im Rahmen dieses Typs der Doktorarbeit Medizin auf Basis von bestehenden Literaturwerken eine neue medizinische Doktorarbeit erstellt. Hier bietet sich die Möglichkeit, über den Tellerrand der reinen Medizin hinauszuschauen. Themen können beispielsweise aus den Bereichen der Medizingeschichte, Medizinethik oder auch medizinischen Informatik oder Biometrie gewählt werden.

Doktorarbeit Medizin: Umfang & Dauer – wann anfangen?

Für die Doktorarbeit Medizin gibt es neben den zuvor beschriebenen Typen leichte und komplexe Themen. Schaut euch am besten frühzeitig nach einem Thema für die Dissertation um, das euch interessiert. Man sollte bei der Wahl des Themas auf jeden Fall seine persönlichen Neigungen und Eigenschaften berücksichtigen, denn die medizinische Doktorarbeit ist mit viel Aufwand verbunden und man will ja schließlich nicht stundenlang das machen, was einem nicht entspricht. Ganz wichtig ist auch die später angestrebte Karriere zu berücksichtigen.

Der Umfang der Doktorarbeit Medizin hängt von dem Typ und dem Thema ab. Medizinische Doktorarbeiten beginnen schon bei 50 Seiten, können aber bis zu 300 Seiten in Anspruch nehmen. Eine durchschnittliche medizinische Doktorarbeit hat dabei ca. 100 Seiten. Wichtig ist, dass man sich vor dem Schreiben der Doktorarbeit mit seinem Doktorvater abstimmt. Diese machen oft Vorgaben und akzeptieren zum Beispiel nur Arbeiten mit einem Umfang zwischen 70 und 100 Seiten. Daher sollte man sich vorher abstimmen, um später nicht kürzen zu müssen.

Wie der Umfang hängt auch die Dauer der Doktorarbeit Medizin vom Typ und der Komplexität des gewählten Themas ab. Daneben ist entscheidend, ob man die Doktorarbeit am Stück schreiben kann, z.B. in den Semesterferien (oder in mehreren zusammenhängenden Abschnitten) oder ob man die Doktorarbeit nebenbei erstellt und immer nur ein paar Stunden Zeit pro Woche hat. Schreibt man die Doktorarbeit am Stück, kann man von 150-250 Stunden Aufwand ausgehen. Hat man immer nur phasenweise Zeit und muss sich immer wieder neu in die Thematik reindenken, kann der Aufwand 250 – 300 Stunden betragen.

Dies sind natürlich alles nur Richtwerte, darum gilt: mit der medizinischen Doktorarbeit sollte so früh wie möglich begonnen werden. Schwierige Themen sollten besonders frühzeitig begonnen werden. Viele Studenten fangen mit dem Schreiben zwischen dem 5. und 10. Semester an.

Du hast bereits ein spannendes Dissertationsthema an Land gezogen und brennst darauf loszulegen und dir den Doktortitel zu holen? Herzlichen Glückwunsch! Damit auf dem Weg dorthin alles glatt läuft, haben wir in den folgenden Abschnitten dieses Infoartikels die wichtigsten Tipps und Hilfestellungen für euch zusammengefasst.

Doktorandenvertrag für die medizinische Doktorarbeit

Ein Doktorandenvertrag für die Doktorarbeit ist ein Dokument, in dem die Rechte und Pflichten des Doktoranden sowie des zuständigen Betreuers beschrieben werden. Im Falle des Falles ist das deine einzige schriftliche Absicherung. Aus diesem Grunde sei der Vertrag jedem Doktoranden wärmstens ans Herz gelegt.

Der Doktorand verpflichtet sich, sich an Datenschutz-, Biostoff-, Strahlenschutz- und andere relevante Verordnungen zu halten, ein Protokoll- oder Laborbuch zu führen und die Arbeit in einem geschätzten Zeitraum fertigzustellen.

Der Betreuer verpflichtet sich, dem Doktoranden mit Rat und Tat behilflich zu sein, einen zügigen Fortgang der Arbeit zu ermöglichen, Zugang zum Arbeitsplatz und allen erforderlichen Geräten und Materialien zu gewährleisten sowie die Arbeit in einem festgelegten Zeitraum zu korrigieren.

Hier findest du beispielhaft den Doktorandenvertrag der Uni Würzburg. Die meisten deutschen Fakultäten stellen auf ihrer Webpräsenz ein ähnliches Formular zur Verfügung.

Doktorandenvertrag Vorlage

Doktorarbeit Medizin: Laborjournal oder Protokollbuch

Die Dokumentation der medizinischen Dissertation findet im sogenannten Laborjournal oder Protokollbuch statt. Es dient zur Planung, Durchführung und Auswertung der wissenschaftlichen Experimente im Rahmen der Doktorarbeit Medizin.

Am Anfang scheint das noch trivial, doch je weiter die Arbeit fortschreitet, desto essenzieller wird es, alles genau zu dokumentieren. Versuchsaufbauten, Studienschemata, Ansätze, Ideen, Überlegungen – all das lässt sich im Nachhinein nur schwer oder gar nicht mehr rekonstruieren. Also tue dir selbst einen Gefallen und führe ein sauberes, gewissenhaftes Protokollbuch. Später beim Schreiben der Doktorarbeit wirst du dir selbst dafür danken.

Bewahre das Laborbuch an einem sicheren Ort auf – meist wird verlangt, dass es im Labor verbleibt. Beschrifte es deutlich mit deinem Namen und fertige in regelmäßigen Abständen Fotokopien der Inhalte an – so bist du auf der sicheren Seite.

Formatierung der medizinischen Doktorarbeit

Oftmals gibt es für die medizinische Doktorarbeit Formatierungsvorgaben, die vom Dekanat vorgegeben werden. Hierzu zählen beispielsweise Schriftart, Schriftgröße oder in welchem Zeilenabstand die Arbeit geschrieben werden soll. Hieran sollte man sich unbedingt halten. Abweichungen führen zu einer schlechteren Benotung oder im Worst Case wird die medizinische Dissertation nicht angenommen.

Steht einem eine freie Auswahl der Formatierung der Doktorarbeit wie zum Beispiel der Schriftart frei zu, sollte man zu den gängigen Standards greifen wie Arial oder Times New Roman.Bei einem wissenschaftlichen Dokument wünscht sich niemand ausgefallene Schriftarten. Zudem ist nichts ärgerlicher, als in einem langen Dokument und vielen mühevoll gestalteten Grafiken noch einmal die Schrift ändern zu müssen, weil dein Betreuer diese Schriftart nicht installiert hat oder die Druckerei sie nicht drucken kann.

Alle Formatierungen wie Überschriften, Standardschrift oder Zeilenabstände sollte man definieren, bevor man mit dem Schreiben der Doktorarbeit beginnt und entsprechende Formatvorlagen definieren. Dadurch kann man sich später voll auf das Schreiben der Doktorarbeit konzentrieren und muss nicht alles ständig oder am Ende neu formatieren. Dies erspart eine Menge Arbeit und schont die Nerven. Viele Unis bieten Kurse zu diesem Thema an. Besuche einen und bastle dir ein Masterdokument, in dem Schriftart, Schriftgröße, Zeilenabstand, Überschriften, Seitenränder, Seitenzahlen usw. festgelegt sind. Das kann durchaus einen Tag Arbeit kosten, lohnt sich aber in jedem Fall. Niemand will in einem 100-Seiten-Dokument umherirren und händisch kontrollieren, ob alle Überschriften die richtige Größe haben!

Aufbau und Gliederung der medizinischen Doktorarbeit

Im Grunde haben medizinische Doktorarbeiten alle einen ähnlichen Aufbau, der wie folgt aussieht:

  • Inhaltsverzeichnis und Abkürzungsverzeichnis
  • Einleitung
  • Fragestellung und Zielsetzung
  • Material und Methoden
  • Ergebnisse
  • Diskussion
  • Zusammenfassung
  • Literaturverzeichnis
  • Danksagung

Je nach Vorgaben der zuständigen Fakultät kann der Aufbau variieren.

Die Einleitung am Anfang der Doktorarbeit Medizin und am Ende die Zusammenfassung der Publikation (auf 1 bis 3 Steiten beschränkt) gehören zu den wichtigsten Abschnitten der Doktorarbeit. Diese werden von den Prüfern meistens als Erstes und intensiv gelesen, um sich einen schnellen Überblick zu verschaffen und direkt ein erstes Urteil zu bilden. Hier sollte man sich entsprechend viel Mühe geben und diese Abschnitte so oft überarbeiten, bis sie perfekt sind. Auch sollte man diese durch Kommilitonen gegenlesen und beurteilen lassen, um sich eine zweite Meinung einzuholen.

Im Kapitel Material und Methoden wird das beschrieben, was man gemacht hat. Fällt einem der Anfang der Doktorarbeit schwer, sollte man am besten mit diesem Teil beginnen, da dieser sich oft am einfachsten schreibt. Dennoch ist dieser Teil aus wissenschaftlicher Sicht mit der wichtigste Teil: Hier sollten alle Angaben gemacht werden, mit denen andere Mediziner aufgrund der genannten Materialien und Methoden die Experimente wiederholen können (Reproduzierbarkeit gewährleisten).

Doktorarbeit Medizin schreiben

Nachdem Aufbau und Gliederung klar sind, beginnt das Schreiben der einzelnen Abschnitten der medizinischen Doktorarbeit.

Schon beim Einlesen in die Thematik kannst du den Grundstock für deine Einleitung legen: Notiere die Titel von wichtige Veröffentlichungen, Reviews und Papers oder drucke sie dir aus und lege einen Ordner an. Schreibe Dir Zusammenfassungen von dem was Du gelesen hast, dies kann später während des Schreibens Gold wert sein und zum Nachschlagen oder als Basis für deine medizinische Doktorarbeit verwendet werden. Um nur relevante Dinge zu lesen, kann dir dein Betreuer helfen, indem er dir die Themen nennt, die in der Einleitung auf jeden Fall abgedeckt sein müssen.

Was das Schreiben angeht: Aller Anfang ist schwer. Oft passiert es, dass man ewig vor einem leeren Dokument sitzt, weil einem kein guter erster Satz einfallen will. Dabei ist es wichtig, im Kopf zu behalten, dass jedes Kapitel von der Rohfassung über die inhaltliche Korrektur bis zur sprachlichen Korrektur eine Entwicklung durchlaufen muss. Schreibe ruhig wild drauf los, schreibe in Umgangssprache oder in Stichworten, lasse Lücken, markiere farbig was noch ausgefüllt werden muss. Die perfekte medizinische Doktorarbeit wirst du nicht mit deinem ersten Wurf schreiben, sie muss nach und nach sukzessive erarbeitet werden.

Du kannst zunächst auch aufschreiben, worüber du gleich schreiben willst und wie umfangreich dieser Abschnitt werden soll. Das hilft dir, Ideen und Gedanken zu strukturieren und zum Thema zurückzufinden, wenn du mal abschweifst. Hauptsache man beginnt und es kommt etwas aufs Papier, dann ergeben sich viele weitere Ideen oftmals wie von selbst.

Quellen direkt einfügen und immer am Ball bleiben

Es ist unbedingt zu empfehlen, während des Schreibens direkt die verwendeten Quellen in die Doktorarbeit Medizin einzufügen. Auch dies gehört zu den Dingen, die man nicht im Nachhinein erledigen will! Die meisten Zitierprogramme unterstützen dich dabei, indem sie sich direkt in Textverarbeitungsprogramme integrieren und beim Schreiben immer nur einen Klick entfernt sind.

Achte jedoch darauf, dass du dich bei der Quellensuche nicht verzettelst, vom Hundertsten ins Tausenste kommst, kostbare Zeit verlierst und dich immer weiter vom Thema entfernst. Lies einen Artikel immer mit Hinblick auf deine Arbeit und überlege, ob er für deine spezielle Fragestellung nützlich sein kann. Für eine Aussage reicht in der Regel eine Quelle, möglichst die der Erstbeschreibung, die in einem möglichst renommierten Journal oder Magazin publiziert wurde.

Und schließlich lautet die größte Herausforderung beim Schreiben: Am Ball bleiben und stetig weitermachen! Vielen hilft die Stille und Ablenkungsarmut einer Bibliothek, andere verabreden sich mit Gleichgesinnten zum Schreibtreff. Detaillierte, kurzgefasste Pläne helfen bei der Umsetzung und erhalten die Motivation. Regelmäßige körperliche Bewegung und kleine Belohnungen helfen auch beim Durchhalten.

Doktorarbeit Medizin Beispiele

Nach so viele Theorie, wollen wir Euch gerne auch Beispiele für die medizinische Doktorarbeit nicht vorenthalten.

Folgend findet Ihr die Beispiele für die Doktorarbeit Medizin:

HU Berlin – Charité – Identifizierung von Candida-Spezies und -Stämmen

FU Berlin – Charité – Retropektive Analyse der Therapie und des Verlaufs von Patienten mit Hirnmetastasten

Uni München – Poliklinik München – Todesursachen bei HIV Patienten

Uni Düsseldorf – HNO Klinik der Uni Düsseldorf – Phoniatrie und Pädaudiologie

Die Beispiele der Doktorarbeit Medizin können zur Orientierung bezüglich Aufbau, Gliederung und Formatierung genutzt werden.

Doktorarbeit Medizin Danksagung – wie formulieren?

Bei einer vollständigen medizinischen Doktorarbeit darf natürlich die Danksagung nicht fehlen. Schließlich gab es sicherlich genug Menschen, die einem bei der Doktorarbeit unterstützt oder assistiert haben und diese sollten in der Danksagung berücksichtigt werden.

Zuerst zur Frage, wo die Danksagung überhaupt in der Doktorarbeit stehen sollte. Sie sollte ganz am Anfang stehen, noch vor dem Inhaltsverzeichnis. Doch sollte sie auch ganz am Anfang geschrieben werden? Die Antwort hierauf ist ein klares Nein. Die Danksagung sollte erst ganz am Ende geschrieben werden, wenn die Doktorarbeit fertiggestellt ist. Dies bedeutet, die Arbeit an sich sollte fertig gestellt sein, daneben sollte jedoch auch Korrekturlesungen, Verbesserungen und Nacharbeiten bereits durchgeführt sein. Daneben sollten auch das Feedback von Studienkollegen, Freunden und dem Doktorvater bzw. der Doktormutter bereits eingeholt sein. Ist dies alles der Fall, ist es Zeit sich der Danksagung zu widmen.

Wem genau sollte man überhaupt danken? Folgende Menschen sollten bei der Danksagung berücksichtigt werden:

  • Zuerst sollte immer dem Doktorvater bzw. der Doktormutter gedankt werden. Mit diesem wurde am engsten zusammengearbeitet und in der Regel hat dieser mit Hilfe, Anregungen, Ratschlägen und Ideen unterstützt.
  • Andere Doktoren, Kollegen und Studenten sollte auch gedankt werden, die bei der Arbeit unterstützt haben oder mit denen man zusammengearbeitet hat. Hat man zum Beispiel bei bestimmten Projekten oder Arbeiten mit anderen kooperiert, sollten diese erwähnt werden. Auch Zweitgutachtern und Korrekturlesern sollte gedankt werden.
  • Anschließend sollte der Familie gedankt werden. Hierzu zählen Eltern, Ehemann / Ehefrau, Freund / Freundin und Kinder sowie alle weiteren Verwandten. Diese können in vielerlei Hinsicht unterstützt haben. Zum Beispiel in moralischer Unterstützungsform in schwierigen Phasen der Arbeit aber auch durch finanzielle oder anderweitige Unterstützung.
  • Als letztes sollte auch den guten Freunden gedankt werden. Schließlich sind diese immer für einen da und sorgen auch mal für Ablenkung in Form von Sport, Kino oder sonstigen Freizeitaktivitäten, was auch dazugehört, um sich anschließend wieder voll der Doktorarbeit gewidmet zu haben.

So viel zur Theorie der Danksagung. Ihr wollt ein konkretes Beispiel für die Danksagung der Doktorarbeit Medizin sehen? Hier findet ein Beispiel für die Danksagung der Doktorarbeit Medizin als PDF-Download.

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Dr. med.! Über kurz oder lang werdet Ihr alle im Medizinstudium mit dem Thema „Doktorarbeit“ konfrontiert werden. Und zugleich werden für Euch wichtige Fragen im Raum stehen. Soll es eine statistische, klinische oder experimentelle Arbeit sein? Welche Rolle wird hierbei der Faktor „Zeit“ spielen? Wie finde ich ein interessantes Promotionsthema, einen Doktorvater, der einen gut betreut und die richtige Arbeitsgruppe? Fragen über Fragen! Aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen hoffe ich, Euch ein paar wichtige Tipps und Hinweise rund um die medizinische „Doktorarbeit“ geben zu können.

Das Thema „Doktorarbeit“ – es kommt!

Bei den meisten Medizinstudenten kommt nach dem Physikum, sobald die ersten Hürden des klinischen Studienabschnitts gemeistert sind, die Frage nach dem idealen Thema für die medizinische Doktorarbeit auf. Und dies spätestens, sobald die meisten Freunde und Kommilitonen bereits fleißig am Werkeln sind und in ihrer Wochenendplanung immer öfter die bald schon leidigen Worte „Doktorarbeit“ oder „Labor“ zu hören sind. Ab diesem Moment denkt man auch selbst immer häufiger über seinen eigenen zukünftigen „Dr. med.“ und die dazugehörige Arbeit nach. Auch jene, die nach dem Physikum erst einmal keine Lust auf neuen Stress haben und die klinische Zeit ruhig angehen, machen sich daher, üblicherweise spätestens am Ende des zweiten klinischen Studienjahres, Gedanken über Thema, Abteilung und Art der Doktorarbeit (statistisch, klinisch, experimentell).

In meinem Fall war es so, dass ich im fünften Semester begonnen habe, mich etwas intensiver über das Thema Promotion zu informieren. Bis dahin hatte ich durch die Vorklinik und das Physikum zu viel anderes im Kopf, um auch schon die Doktorarbeit zu planen. Außerdem bietet es auch rein fachlich einen Vorteil, wenn man erst im klinischen Studienabschnitt mit der Doktorarbeit beginnt, da man dann einfach schon mehr Wissen hat und zudem besser einschätzen kann, welcher Fachbereich der richtige für die Promotion sein könnte.

Im Vorfeld zu klärende Punkte

Einige wichtige Fragen sollte man am besten schon vor der Suche nach dem perfekten Forschungsthema intensiv durchdenken. Auch wenn es während des Studiums noch sehr früh ist, bereits Entscheidungen bezüglich der eigenen Karriere und Zukunft zu fällen, wäre in Bezug auf die Promotion hier schon einmal der Zeitpunkt, um sich die richtigen Weichen zu stellen: Eine hochkarätige und arbeitsintensive Doktorarbeit kann häufig die Eintrittskarte zur späteren Assistenzarztstelle oder in eine internationale Forschungsgruppe sein.

Insbesondere, wenn man mit einer Universitätslaufbahn oder mit beliebten Fachbereichen, wie etwa Pädiatrie, liebäugelt, kann die Doktorarbeit eine entscheidende Rolle im späteren Bewerbungsgespräch spielen. Wenn man also ziemlich sicher weiß, dass es in diese Richtung gehen könnte, lohnt es sich, auch bei der Wahl der Doktorarbeit schon nach Arbeiten an der präferierten Klinik oder im favorisierten Fachbereich zu suchen. Weiß man hingegen schon früh, dass man weder der geborene Forscher noch der Typ für eine arbeitsintensive Universitätskarriere ist, sondern lieber in einem kleineren Krankenhaus oder möglichst schnell in einer eigenen Praxis arbeiten möchte, dann kann man auch die Frage nach der richtigen Promotion ruhiger angehen. In diesem Fall wird sie nur selten das entscheidende Kriterium für die zukünftige Anstellung sein. Zählt man sich selbst zu keiner der beiden Gruppen und ist noch unsicher, wohin es gehen soll, wäre meine Empfehlung, auf das eigene Bauchgefühl zu hören, ob man lieber eine interessante und aufwändige Arbeit oder eine schnelle und eher statistische Arbeit wählt.

Der Faktor „Zeit“…

Hat man also genug über die eigene Zukunft nachgedacht und diesbezüglich abgewogen, welcher Weg der richtige sein könnte, stellt sich die Frage nach der eigenen zeitlichen Vorstellung der Promotion. Ist man bereit ein Freisemester einzulegen? Wie viele Semester hat man noch bis zum Beginn des Praktischen Jahres und sollte die Arbeit unbedingt bis dahin fertig sein oder möchte man sowieso auch nach dem Medizinstudium noch weiter forschen?

Will man möglichst wenig Zeit investieren und einfach irgendeine Arbeit schreiben, um nach dem Examen den Titel führen zu können, empfiehlt sich vor allem eine statistische Arbeit. Solche Arbeiten sind noch am ehesten kalkulierbar, während klinische und experimentelle Arbeiten in den meisten Fällen länger dauern, als erwartet und angekündigt. Dies liegt daran, dass bei klinischen Arbeiten oft Patienten von der Studie abspringen und daher neue Studienteilnehmer rekrutiert werden müssen. Zudem muss man bei klinischen Arbeiten oft sehr flexibel sein, um die Termine mit den Patienten wahrnehmen zu können, während die Akten und Daten, die man für statistische Arbeiten benötigt, auch abends nach der Uni noch da sind, um bearbeitet zu werden. Andererseits macht es natürlich auch mehr Spaß, mit echten Patienten zu arbeiten, statt nur mit deren Akten. Ähnlich kann es bei experimentellen Arbeiten aussehen, ganze Zellreihen können absterben oder durch Pilze verunreinigt werden oder Messreihen können plötzlich nicht mehr auswertbar sein, weil bei den Messungen ein Reagenz vergessen wurde. Diese Liste an unerwarteten Verzögerungen könnte man noch um viele Beispiele erweitern, weil bei fast jeder Arbeit derartige Probleme auftreten.

Diese beschriebenen Komplikationen macht fast jeder Doktorand mit, der sich für eine klinische oder experimentelle und damit zeitintensivere Arbeit entscheidet. Wenn man also vom Forschergeist gefasst ist und sich ein größeres Promotionsthema herausgesucht hat, sollte man sich schon zu Beginn der Arbeit darüber bewusst sein, dass es in den meisten Fällen unerwartete Verzögerungen geben wird und diese bestenfalls schon einkalkulieren. Dies hilft späteren Enttäuschungen vorzubeugen und erhöht die Frustrationstoleranz. Diese ist sehr wichtig, da man als Doktorand meist an der untersten Stufe der Hierarchie steht und daher natürlich nicht gleich die Top-Versuche machen wird, die im kommenden Jahr in „Nature“ publiziert werden.

Zudem haben auch die Betreuer und Doktorväter/-mütter meist sehr viel zu tun und es kann häufig lange dauern, bis sie Zeit für ein intensives Gespräch zum Klären von Fragen haben. Nicht zuletzt deshalb ist ein meiner Meinung nach sehr wichtiger Rat, bei der Wahl des Doktorvaters und der Arbeitsgruppe sehr sorgfältig zu sein und vor allem auf die Betreuungssituation zu achten. Am besten fragt man ein, zwei andere Doktoranden aus der Arbeitsgrupe, wie zufrieden sie sind und ob sie eher auf sich alleine gestellt arbeiten müssen oder ob immer ein Ansprechpartner für sie da ist. Meine Empfehlung ist es daher, sich lieber mehrere Arbeitsgruppen anzusehen, so dass man die Möglichkeit zum Vergleich hat und außerdem das richtige Gespür dafür entwickeln kann, in welche Gruppe man gut hineinpasst. Das ist sehr wichtig, da man mit Beginn der Forschung viel Arbeits- und auch Freizeit mit der Gruppe verbringen wird.

… und wichtige Fragen

Sobald die Entscheidung für ein Thema, beziehungsweise für eine Arbeitsgruppe gefallen ist, sollten noch vor Beginn der Arbeit oder bestenfalls bereits im ersten Gespräch mit dem Betreuer einige Dinge geklärt werden:

  • Wer ist der zuständige Betreuer?
  • Welchen zeitlichen Rahmen soll die Arbeit haben?
  • Wie viele Stunden sollte man wöchentlich für die Arbeit aufwenden?
  • Muss man ein Freisemester einplanen?
  • Kann man über die Semesterferien oder für ein Auslandssemester auch einmal für mehrere Wochen wegfahren oder benötigen die Zellen, Patienten etc. stetige Betreuung?
  • Sollten bei der Arbeit gute Ergebnisse herauskommen, an welcher Stelle steht der eigene Name bei Veröffentlichungen?
  • Was passiert, falls der Doktorvater plötzlich in eine andere Forschungsgruppe in einer anderen Stadt wechselt?

Persönliche Tipps

Ist man dann einen Schritt weiter und hat mit der Arbeit begonnen, sind einerseits Wissensdurst und Arbeitseifer immer gut und andererseits die bereits erwähnte Frustrationstoleranz sehr wichtig. Man darf damit rechnen, dass die Einarbeitung in den meisten Fällen eher langsam beginnt und man als Doktorand häufig derjenige ist, der Arbeit fordern muss – man will schließlich vorankommen.

Auch Leerlauf kommt immer wieder vor. Statt sich zu ärgern, dass man sich zwar gerade sehr viel Zeit für die Promotion freigehalten hat, aber keine Arbeit zu tun ist, bleibt man besser ruhig und nutzt die entstandene Freizeit, um schon mit dem Schreiben zu beginnen. Das klingt zwar anfangs noch absurd, dass man schon relativ zu Beginn der Arbeit, ohne auch nur ein Ergebnis gesehen zu haben, mit dem Schreiben beginnen kann, aber die Einleitung und der Teil „Material und Methoden“ sind relativ unabhängig von den Ergebnissen. Schreibt man diese schon früh, wenn man sowieso gerade Zeit hat, hilft dies, in die teilweise etwas komplizierte und vor allem zeitaufwändige Literaturrecherche hineinzufinden. Außerdem ist es später ein riesiger Vorteil, wenn man die Forschung abgeschlossen hat und die Arbeit „nur noch“ geschrieben werden muss. Dann ist man meistens schon im letzten Semester, mitten im Praktischen Jahr oder in der Lernzeit für das Staatsexamen – und da ist man heilfroh über jede bereits geschriebene und durchdachte Zeile.

Resümee und Ausblick

Also immer schön fleißig weitermachen und weiterkämpfen – und auf Rückschläge gefasst sein. Ihr seid nicht die einzigen, die Komplikationen haben und bei denen viel Zeit in teilweise irrsinnige und stupide wirkende Arbeit gesteckt werden muss. Jeder muss einmal unten beginnen und in einer guten Arbeitsgruppe wird man auch schnell merken, dass man immer mehr Vertrauen und damit ebenfalls Verantwortung geschenkt bekommt, die Projekte werden komplizierter und spannender.

Wenn man über die Tiefpunkte, die ein Teil der Forscherkarriere eines jeden Doktoranden sind, hinweg kommt, dann sind die meisten am Ende stolz und zufrieden, solch eine Arbeit neben dem Medizinstudium und in einer eigenen Arbeitsgruppe, ganz unabhängig vom üblichen geplanten Semesterplan, bewerkstelligt zu haben. Außerdem wird bei nicht wenigen durch eine solche Arbeit der Forschergeist geweckt, so dass sie ihre Arbeitsgruppe auch nach der beendeten Doktorarbeit noch unterstützen und teilweise sogar eigene Projekte beginnen. Euch daher viel Spaß und Durchhaltevermögen dabei!

Julia Völker
München, November 2011

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