Radio - Essay Und Diskurs

Sendung vom 04.03.2018

Kölner Kongress 2018 - Erzählen in den MedienGeteilte Gegenwart

Über Simultaneität und Gleichzeitigkeit

Im Alltag ist es meist egal, ob etwas als "gleichzeitig" oder als "simultan" bezeichnet wird. Bei der Analyse der Gegenwart hängt jedoch viel davon ab, beides klar zu trennen. Von Johannes Ullmaier



Sendung vom 25.02.2018

Zeitgeschichte im MuseumZwischen Dokumentation und Inszenierung

Historische Ausstellungen liegen im Trend. 500.000 Besucher im Jahr sind für die großen Museen keine Ausnahme. Das Publikum erwartet Orientierung und gute Unterhaltung. Neue Ausstellungskonzepte antworten darauf mit spektakulären Installationen, hohem Medieneinsatz und einer steigenden Tendenz zur Aktualität. Von Monika Boll



Sendung vom 18.02.2018

Quellengewissheit Wahrheit ist Belegbarkeit

Seit Erfindung des Buchdrucks war der Quellenverweis eine der wichtigsten intellektuellen Errungenschaften. Er sicherte den kollektiven Wissenserwerb und die darauf basierenden Denkprozesse gegen Manipulationen ab. Doch im digitalen Zeitalter ist der Quellenverweis bedroht; seine Solidität hängt am physisch unveränderlichen Buchkorpus. Von Florian Felix Weyh



Sendung vom 11.02.2018

Gefühlte WahrheitenÜber Ahnungen, Vermutungen und Gespür

Ahnungen, Vermutungen und Gespür sind Eingebungen, die natürliche Erkenntnisse liefern. Sie lassen sich nicht vom Wissen übertreffen - weder in der Biologie, noch der Physiologie oder Psychologie. Welche Rolle spielen Ahnungen in unserem Leben, in der Informationsgesellschaft? Von Thomas Palzer



Sendung vom 04.02.2018

Methoden und TraditionenFortschritt als Versprechen

Schlimmer als der Untergang der Welt ist eine Welt, in der es keinen Fortschritt mehr gibt. Fortschritt war für die Menschen immer schon eine zweischneidige Angelegenheit. Von Markus Metz und Georg Seeßlen



Sendung vom 28.01.2018

Nature WritingÜber Natur schreiben heißt über den Menschen schreiben

Die Schriftstellerin Esther Kinsky stellt sich in ihrem Schreiben in die Tradition des "Nature Writing". Im Dlf erzählt sie, warum sie bei ihren Büchern lieber von Gelände- statt von Naturromanen spricht und warum sie mit "Walden" von Henry David Thoreau nicht viel anfangen kann. Esther Kinsky im Gespräch mit Katharina Teutsch



Sendung vom 21.01.2018

Nature WritingKulturlandschaft mit Wolf und Lamm

Wölfe und Schafe verkörpern wie wenige andere Tiere den im europäischen Denken tief verankerten Gegensatz von Natur und Kultur. Sie stehen für Wildnis oder Weideland, verheißen ein ungezähmtes oder behütetes Leben. Eckhard Fuhr im Gespräch mit Frank Kaspar



Sendung vom 14.01.2018

Über Nature WritingDenken wie ein Berg

In der Literatur hat die Beschäftigung mit Flora und Fauna Konjunktur. Auch die vielbeschworene Seelenverwandschaft von Mensch und Tier spielt eine wichtige Rolle. "Die menschliche Abgrenzung von der nichtmenschlichen Natur, von Shanghai über Mumbai bis Phoenix, geht weit über Ausrottung und Abschottung hinaus", schreibt Jedediah Purdy in seinem Essay. Von Jedediah Purdy



Sendung vom 07.01.2018

Erzählen im WandelDie Welt als Serie - die Serie als Welt

Mit Twin Peaks von David Lynch und Mark Frost änderten sich Erzählstruktur und Bildaufbau der Fernsehserie, zuerst langsam, dann immer heftiger und mit großem Erfolg. Die Serien wandten sich sozial, politisch und kulturell "erwachsenen" und kritischen Themen zu, bei denen es immer wieder auch zu Tabuverstößen und Provokationen kommt. Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Die Welt als Serie - die Serie als Welt

[AUDIO]



Sendung vom 01.01.2018

Realitäten und ZuständeWirklichkeit

Die Leute in der Höhle haben die Welt im Rücken. Alles, was sie davon sehen, sind tanzende Schatten an der Wand: Silhouetten von Menschen, Tieren, Requisiten - bloßes Kino, die Wirklichkeit als Projektion. Mit diesem Bild markierte der griechische Philosoph Platon die Grenzen der Erkenntnis. Dirk Baecker im Gespräch mit Frank Kaspar



Sendung vom 31.12.2017

Realitäten und ZuständeDurchschnitt

Dirk von Gehlen leitet die Abteilung Social Media und Innovation der "Süddeutschen Zeitung" und beschäftigt sich mit der digitalen Transformation von Kultur und Gesellschaft. Im Dlf plädiert er für einen neuen Kunstbegriff, der sich vom "Original"-Gedanken emanzipiert und einen individualisierten Zugang zu Kunst ermöglicht. Dirk von Gehlen im Gespräch mit Barbara Schäfer



Sendung vom 26.12.2017

Realitäten und ZuständeFremdwort

Seit fast andertalb Jahren liegt Kübra Gümüsays Blog "Ein Fremdwörterbuch" brach. Eine bewusste Entscheidung: Sie habe gemerkt, dass sie sehr fremd definiert gelebt habe, sagte sie im Dlf. Das Privileg der Ambiguität hätten in unserer Gesellschaft nur bestimmte Menschen - nicht aber jene, die als "fremd" markiert seien. Kübra Gümüşay im Gespräch mit Florian Fricke



Sendung vom 25.12.2017

Realitäten und ZuständeFreiheit

Artikel 1 des deutschen Grundgesetzes schützt die Menschenwürde, gleich der zweite Artikel verbrieft das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit. In welchem Verhältnis aber steht die Freiheit zu liebgewonnenen sozialen Standards? Die Politikwissenschaftlerin Ulrike Ackermann meint: in einem ungünstigen. Ulrike Ackermann im Gespräch mit Katja Weber



Sendung vom 24.12.2017

Realitäten und ZuständeUnruhe

"Kultur ist der Raum der Unruhe", sagt der Kieler Philosoph Ralf Konersmann und stellt dies in seiner Monografie "Die Unruhe der Welt" und dem aktuellen "Wörterbuch der Unruhe" unter Beweis. Wer denkt, ist keinesfalls gelassen, sondern wird von rastloser Neugier getrieben. Ralf Konersmann im Gespräch mit Florian Felix Weyh



Sendung vom 17.12.2017

InformationsgewinnungWozu noch Bibliotheken?

Als Informationsquelle ist das Internet schnell, vernetzt und für jeden zugänglich. Bibliotheken stehen hingegen für Dauer, Ordnung und Konzentration. Doch welchen Wert haben diese Eigenschaften im 21. Jahrhundert? Eine Spurensuche im Netz und in altehrwürdigen Gemäuern. Von Michael Knoche



Sendung vom 10.12.2017

Slapstick-KinoEine Meditation über das Clowneske

Eine Meditation über das Slapstick-Kino: Was wir heute noch von der Tradition des Clownesken wissen, haben wir vor allem aus dem Slapstick-Kino der 20er-Jahre. Diese maskenstarre, gleichzeitig hektische Komik mit ihren gewalttätigen Zügen ist die letzte große Erscheinungsform einer archaischen Theatertradition. Von Joachim Kalka



Sendung vom 03.12.2017

Das Verhältnis zum FremdenGastfreundschaft - ein Kulturerbe der Menschheit

Gastfreundschaft ist eines der ältesten menschlichen Kulturgüter überhaupt, da sie unser Verhältnis zum Fremden regelt. An Beispielen aus Religion, Mythos, Kulturgeschichte und Literatur beleuchtet Marleen Stoessel ihre zumeist ungeschriebenen Gesetze. Von Marleen Stoessel



Sendung vom 26.11.2017

Das Denken Pierre Bourdieus im 21. JahrhundertNoch feinere Unterschiede?

Der französische Soziologe Pierre Bourdieu (1930 - 2002) ging davon aus, dass gesellschaftliche Unterschiede wesentlich feiner sind, als sie beispielsweise von der marxistischen Theorie beschrieben werden. Nicht nur die Herkunft, sondern auch der sogenannte Habitus bestimme den Rang einer Person. Von Michael Reitz



Sendung vom 19.11.2017

Wahlen in ChileZwischen Reformstau und Rechtswende

Chile sollte wirtschaftlich blühen, moderner werden und sozial gerechter - mit diesen Versprechen war Michelle Bachelet vor vier Jahren als Präsidentin Chiles im Amt bestätigt worden. "Heute ist die große Mehrheit gegen diese Reformpolitik", sagte der chilenische Schriftsteller Arturo Fontaine im Dlf. Steht das Land vor einem politischen und kulturellen Richtungswechsel? Arturo Fontaine im Gespräch mit Peter B. Schumann



Sendung vom 12.11.2017

Argentinien unter Mauricio Macri "Die Regierung missachtet die Vergangenheit"

In Argentinien findet seit dem Wahlsieg von Präsident Mauricio Macri ein radikaler politischer und kultureller Kurswechsel statt. Die Regierung desavouriere die Geschichte, sagte der Lyriker Sergio Raimondi im Dlf. Im Gespräch analysiert er die einschneidenden Veränderungen in einem der bedeutendsten Länder Lateinamerikas. Sergio Raimondi im Gespräch mit Peter B. Schumann



Sendung vom 05.11.2017

Wer zahlt für unseren Wohlstand?"Wir sind verantwortlich"

Keine Kaffeekapseln mehr und nicht jedes Jahr ein neues Smartphone – so könnte der Weg in eine bessere Welt aussehen. In seinem Buch "Neben uns die Sintflut" beschreibt der Soziologe Stephan Lessenich, wie wir alle auf Kosten der armen Länder im Süden und im Osten leben und wie wir das ändern können. Der Soziologe Stephan Lessenich im Gespräch mit Thomas Kretschmer



Sendung vom 29.10.2017

Über Facebook (2/2)Du bist das Produkt

John Lanchester schreibt über seine Vorbehalte gegen Facebook. Sein Essay erschien im August 2017 im London Review of Books. Von John Lanchester



Sendung vom 22.10.2017

Über FacebookDu bist das Produkt

"Ich habe Angst vor Facebook", schreibt der britische Schriftsteller John Lanchester in seinem Essay. Der Ehrgeiz des Unternehmens, seine Skrupellosigkeit und sein fehlender moralischer Kompass sind ihm nicht geheuer. Rückblickend versucht Lanchester, dem Phänomen Facebook auf die Spur zu kommen. Von John Lanchester

Das Produkt bist Du. Über Facebook - Teil 1

[AUDIO]



Sendung vom 15.10.2017

Popkultur-DebatteWas ist kulturelle Aneignung?

"Everything But The Burden" heißt die Essaysammlung, in der eine Reihe von Autoren 2003 aufzeigten, "What White People Are Taking From Black Culture". Dürfen Menschen weißer Hautfarbe Dreadlocks tragen? Verschleiert jemand, der in Westeuropa gegen den Kapitalismus demonstriert, am Ende nur die eigenen Privilegien? Von Jens Kastner



Sendung vom 08.10.2017

Ein Essay über Geheimnisse Niemand hat nichts zu verbergen

Das Geheimnis hat ein Janusgesicht. Natürlich muss es gewahrt bleiben. Aber genauso natürlich plaudern wir es aus. "Sag es niemanden weiter!" Erst (mit-)geteilt bekommt es seinen ganz eigenen Nimbus, seine Kraft, Menschen an uns zu binden. Von Martin Zeyn



Sendung vom 03.10.2017

Zwischen Deko und DiskursZur näheren Zukunft der Kunstakademien

Das nächste Superkunstjahr soll im Jahr 2027 stattfinden. Auch dann wird es wieder, wie alle zehn Jahre, gleichzeitig eine Documenta, eine Biennale in Venedig und Skulpturenprojekte in Münster geben. In seinem Essay prophezeit der Kunstwissenschaftler Wolfgang Ullrich, dass man dann nicht wieder von einem Superkunstjahr sprechen kann. Von Wolfgang Ullrich



Sendung vom 01.10.2017

Über Kunst, Zensur und ZerstörungDas Bild muss weg

"The painting must go." Vor einigen Monaten hallte dieser Satz laut durch die New Yorker Kunstwelt. Im Kern geht es um Rassismus und die Frage, welche Darstellungen die Gesellschaft erlaubt - eine Debatte um Verbote und Zensur von Kunst und eine in Deutschland oft vernachlässigte Perspektive: die Idee einer Zensur von unten. Von Julia Pelta Feldman



Sendung vom 24.09.2017

Witnessing GenderVon der Grammatik der Zeugenschaft

Erzählungen von Zeugen, Einlassung der Angeklagten - sie sollen Licht in das scheinbar unergründliche Dunkel eines Tatmotivs, einer Persönlichkeit bringen. Melanie Grütter fragt in ihrem Essay zu Zeugenschaft danach, ob der Grundsatz von der Gleichheit der Geschlechter beim Sprechen vor Gericht wirklich zutrifft. Von Melanie Grütter



Sendung vom 17.09.2017

Ethnos und DemosDas Volk als homogene Einheit?

Deutschland sei pluralistischer geworden, das habe sich irgendwie ereignet, so der Soziologe Armin Nassehi im Dlf. Bei der aktuellen Diskussion um ein Einwanderungsgesetz sei es nicht nur das Recht, sondern die Pflicht des Staates, demokratisch zu entscheiden, wem das Staatsbürgerschaftsrecht gegeben werde und wem nicht. Der Soziologe Armin Nassehi im Gespräch mit Wolfgang Schiller



Sendung vom 10.09.2017

Tiere und Menschen im KriegSterben auf Augenhöhe

Der Tod der Tiere im Krieg erinnert den Menschen an seinen eigenen, an seine Angst, seine Opferrolle. Im Tod gibt es keine Unterschiede mehr zwischen Menschen und Tieren, das Schicksal ist gleich. Trennung zwischen Humanen und Animalischen scheint im Tode aufgehoben zu sein. Von Jean-Pierre Wils

  • 4. März 2018, 09:30 Uhr

  • 25. Februar 2018, 09:30 Uhr

  • 18. Februar 2018, 09:30 Uhr

  • 11. Februar 2018, 09:30 Uhr

  • 4. Februar 2018, 09:30 Uhr

  • 28. Januar 2018, 09:30 Uhr

  • 21. Januar 2018, 09:30 Uhr

  • 14. Januar 2018, 09:30 Uhr

  • 7. Januar 2018, 09:30 Uhr

  • 1. Januar 2018, 09:30 Uhr

  • 31. Dezember 2017, 09:30 Uhr

  • 26. Dezember 2017, 09:30 Uhr

  • 25. Dezember 2017, 09:30 Uhr

  • 24. Dezember 2017, 09:30 Uhr

  • 17. Dezember 2017, 09:30 Uhr

  • 10. Dezember 2017, 09:30 Uhr

  • 3. Dezember 2017, 09:30 Uhr

  • 26. November 2017, 09:30 Uhr

  • 19. November 2017, 09:30 Uhr

  • 12. November 2017, 09:30 Uhr

  • 5. November 2017, 09:30 Uhr

  • 22. Oktober 2017, 09:30 Uhr

  • 22. Oktober 2017, 09:30 Uhr

  • 22. Oktober 2017, 09:30 Uhr

  • 15. Oktober 2017, 09:30 Uhr

  • 0 Replies to “Radio - Essay Und Diskurs”

    Lascia un Commento

    L'indirizzo email non verrà pubblicato. I campi obbligatori sono contrassegnati *